Backofen und Handmühle

Der Backofen zeigt einen annähernd kreisförmigen Grundriss und ist mit einer Kuppel aus Lehm überspannt. Der Boden ist mit Kugelsteinen ausgelegt. Zum Backen wurde im Ofen zuerst ein Feuer entfacht. War es im Ofen heiß genug, schob man die Glut zur Seite und brachte das Backgut ein. In solchen Öfen wurden aber auch unter Backhauben aus Ton (Römertöpfe) Braten und andere Schmorgerichte zubereitet. Getreideprodukte nahmen eine zentrale Rolle in der Ernährung der Bevölkerung im Römischen Reich ein. Puls – ein Getreidebrei aus einer jeweiligen Getreideart wie Emmer, Dinkel oder Weizen gemischt mit Wasser, Salz, Fett/Öl und Gemüse – stellte die Hauptmahlzeit für die Masse der Einwohner dar. Ein weiteres Grundnahrungsmittel aus Getreide war Brot, das die Römer in vielen verschiedenen Sorten herstellten: Zwieback, Fladenbrot, öliges Brot, Kleiebrot u. v. m. Als panis militaris wurde jenes Brot bezeichnet, das römische Soldaten für den Eigenbedarf selbst buken. Als Backofen diente einfach eine umgedrehte Schüssel, auf die Glut gehäuft wurde.

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