Keller
Die Lagerung des Weins in Amphoren sorgte für höhere Qualität und Haltbarkeit als eine Verbringung in Holzfässern. Die Amphoren wurden mit Tonpfropfen verschlossen, die dann noch mit Gips oder Pech überzogen wurden. Damit erreichte man einen weitgehenden Luftabschluss.
Garum bzw. liquamen ist eine fermentierte Fischsauce, die den Römern als Würzmittel und Salzersatz diente. Garum gab es in verschiedenen Qualitäten, je nachdem ob zur Zubereitung Fischinnereien bzw. -abfälle oder kleine, eher wertlose Fische aus der Familie der Sardellen oder aber größere Meeresfische wie Meerbarben, Lachse und Sardinen verarbeitet wurden. Garum in Premiumqualität wurde aus Makrelen hergestellt und kam aus Iberien, Leptis Magna oder aus Westkleinasien.
Olivenöl war eine klassische Importware in der römischen Siedlung am Magdalensberg. Auch eingelegte Oliven kommen in Töpfen auf den Magdalensberg.
Amphoren tragen oft einen Stempel oder eine andere Kennzeichnung, welche Produzent und/oder Inhalt nennen. Anhand dieser Informationen können gut Handelsströme nachvollzogen werden. Eine Auswertung der Amphorenfunde vom Magdalensberg zeigt, dass Wein und Olivenöl in der frühen Kaiserzeit hauptsächlich von Produzenten aus Oberitalien, Istrien und dem östlichen Mittelmeerraum bezogen wurden.