Handel

Die römische Stadt auf dem Magdalensberg war ursprünglich eine Niederlassung römischer Händler (=emporium) und entwickelte sich zu einem bedeutenden Warenumschlagsplatz für Metallprodukte, welche von hier aus in die Hafenstadt Aquileia transportiert und von dort auf dem Seeweg in andere Teile des Römischen Reiches exportiert wurden. Exportgüter waren z.B. Metallbarren in Form von Ringen, Scheiben und Ambossen; Äxte, Hacken und Klammern aus Eisen; Krüge, Kannen, Trinkbecher und Kessel aus Bronze oder Messing. Als Importgüter kamen unter anderem Wein, Olivenöl, Fischsauce (=garum), Meeresfrüchte, Schmuck, Stoffe oder wertvolles, dünnwandiges Tafelgeschirr (=terra sigillata) in die römische Stadt auf dem Magdalensberg. Der zentrale Platz jeder römischen Siedlung war nach dem Vorbild der Stadt Rom das Forum, sozusagen der „Hauptplatz“. Das Forum stellte nicht nur optisch das mit Denkmälern geschmückte Stadtzentrum dar, sondern wurde auch als Marktplatz verwendet. Es war das Zentrum des politischen, wirtschaftlichen und religiösen Lebens. Der Forumsplatz auf dem Magdalensberg war ca. 120 mal 60 Meter groß (= 7.200 m2 Fläche; das ist ungefähr die Größe eines Fußballfeldes) und sah nicht in jeder Entwicklungsphase der Stadt gleich aus. Zur Zeit der größten Ausdehnung der Römerstadt umfasste es den heutigen Parkplatz zusammen mit der östlich daran anschließenden Wiese hinter dem Haupteingang gemeinsam mit der Grundfläche des „Grabungshauses“ (in dem sich Kasse, Shop usw. befinden).

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