Metallbarrengießerei

Im Schutt eines großen Gebäudes fanden Archäolog(inn)en Gussformen mit Kaiserinschriften.

Metallbarrengießerei

Der letzte ergrabene und restaurierte Bereich des Archäologischen Parks ist der einzigartige Gebäudekomplex einer kaiserzeitlichen Goldbarrengießerei. Herzstück der Anlage ist ein fensterloser, ursprünglich nur über eine Holztreppe aus dem Oberstock zu betretender Raum mit 14 dicht aneinander gereihten Schmelzöfen sowie fünf weiteren Öfen auf einer höher gelegenen Terrasse. Im Jahr 1993 bargen die Ausgräber in der Nähe dieses Raumes zwei marmorne Gussformen für Goldbarren. Sowohl in den Mänteln der Öfen, als auch in den Gussformen selbst konnten Spuren von Gold nachgewiesen werden. Die „versteckte“ Anlage der Schmelzöfen spricht für ein ausgeklügeltes Sicherheits- und Kontrollsystem, das wiederum auf die Produktion eines wertvollen, nicht alltäglichen Guts hinweist. Die Inschriften der Formen, die nach dem Gießen der Barren stempelartig auf deren Oberseite erscheinen, datieren die Herstellung der Gussformen und damit auch die Barrenproduktion aus denselben in die Regierungsjahre des Kaisers Caligula (37-41 n. Chr.). Lagerhallen, Verwaltungs- und Unterkunftsräume gehören ebenso zu diesem Gebäudekomplex (sogenannte Untere AA-Bauten) und bilden eine funktionelle Einheit.

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