Wohn- und Werkstättenviertel
Der Besucherweg von hier bis zum Doppeltor deckt sich mit dem Verlauf der antiken Straße, die durch die Stadt führte. Hier finden sich Reste von Gebäuden, die im vorderen Bereich als Werkstätten und im hinteren Bereich als Wohnräume genutzt wurden. Die Funde und Befunde dieses Areals sprechen von der Verarbeitung von Blei, Bronze und Eisen. Das sogenannte Werkstättenviertel am Berghang östliche des Händlerforums wurde auf künstlich abgearbeiteten Felsterrassen errichtet. Ein technisch raffiniert angelegtes Brunnen- und Kanalsystem leitete Nutzwasser in die Felsbecken der Werkstätten. Zudem sind hier tief in den Fels gegrabene Brunnenschächte zu sehen. Direkt rechts von hier (Tafel) befindet sich das Haus NG/33, in dem Werkstätte, Wohnräume und Vorhof in einer Einheit zusammengefasst sind. Der Bau war in mehrere Räume unterteilt, von denen die beiden rückwärtigen rekonstruiert wurden. Das rechte Zimmer ist ein Schlafraum mit Terrazzoboden und Lichtnische. Links ist ein weiterer Wohnraum mit Mörtelestrich und Nischenofen zu sehen. Die Unterteilung der Innenräume erfolgte durch nichttragende Fachwerkwände (= opus craticium), welche aus mit Mörtel beworfenem Rutengeflecht bestanden. Zahlreiche Bruchstücke solcher Wandpartien sind hier im Schutt gefunden worden.