Ernst Weimann

Der Jurist Ernst Weimann trat 1935 in das Geheime Staatspolizeiamt Berlin ein.

1933 Beitritt SS

05.08.1906 in Plettenberg, Nordrhein-Westfalen, Deutschland – 09.08.1996 Ort?

Der Jurist Ernst Weimann trat 1935 in das Geheime Staatspolizeiamt Berlin ein. Nach dem „Anschluss“ wurde er Mitarbeiter der Gestapoleitstelle Wien. Am 15. Juni 1938 übernahm er die Leitung der Gestapostelle Klagenfurt und war damit im Reichsgau Kärnten für die Ausschaltung von politischen und religiösen Gegner:innen, die Repression der Slowen:innen, die Verfolgung jüdischer Menschen, von Zwangsarbeiter:innen, Kriegsgefangenen sowie Homosexuellen verantwortlich. Er entschied letztlich, welche Kärntner Slowen:innen als „volks- und staatsfeindlich“ eingestuft, enteignet und in Lager deportiert wurden. 1941 heiratete er die Klagenfurterin Julia Raspotnik. Nach der Besetzung Norditaliens wurde Weimann unter dem Höheren SS- und Polizeiführer Odilo Globocnik aus Kärnten Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes in Triest. Ab Juni 1944 übte er diese Funktion in Bergen (Norwegen) aus. Im September 1946 verurteilte ihn ein norwegisches Gericht zum Tode, wobei die Strafe in lebenslange Haft umgewandelt wurde. Nach einer Begnadigung kam er bereits 1953 frei. In Deutschland blieb er unbehelligt. Er wurde Mitarbeiter der Organisation Gehlen, der Vorläuferin des Bundesnachrichtendienstes.

logo kärnten.museum