Helene Kuchar
Die Kärntner Slowenin Helene Kuchar (geb. Haderlap) betrieb mit ihrem Ehemann Peter eine Landwirtschaft in Eisenkappel/Železna Kapla.
Helene Kuchar genannt „Jelka“
27.03.1906 in Bad Eisenkappel/Železna Kapla – 24.02.1985 in Bad Eisenkappel/Železna Kapla
Die Kärntner Slowenin Helene Kuchar (geb. Haderlap) betrieb mit ihrem Ehemann Peter eine Landwirtschaft in Eisenkappel/Železna Kapla. Nach dem „Anschluss“ wurde Peter Kuchar zur Wehrmacht eingezogen. 1943 zog Helene Kuchar mit ihren beiden Kindern auf den Hof ihres Bruders Miha Haderlap. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Osvobodilna Fronta (OF, Befreiungsfront des slowenischen Volkes) in Kärnten bereits mit dem Widerstand gegen das NS-Regime begonnen. Helene Kuchar (genannt „Jelka“) gründete mit anderen die Antifaschistische Frauenfront/Antifašitična fronta žega. Sie sammelte für die Partisan:innen Lebensmittel, verköstigte und versteckte sie. Im Februar 1945 wurde sie verhaftet. Im Gestapogefängnis in Klagenfurt teilte sie mit einem Dutzend weiterer Frauen eine Zelle, deren einziges Mobiliar ein Eimer für die Notdurft war. Die inhaftierten Frauen – unter ihnen vor allem sowjetische Zwangsarbeiterinnen – waren brutalen Verhören sowie verbaler und tätlicher sexueller Gewalt ausgesetzt.