Über die Pflanzenwelt
Eine typische Pflanze ist ein ortsfester Organismus, der Photosynthese betreibt. Ihre Organe liegen nicht wie bei einem Tier im Inneren, sondern werden frei nach außen entfaltet.
Pflanzen Über.Leben
Eine typische Pflanze ist ein ortsfester Organismus,
der Photosynthese betreibt. Ihre Organe
liegen nicht wie bei einem Tier im Inneren, sondern
werden frei nach außen entfaltet. Pflanzenzellen
haben einen Zellkern und eine feste Zellwand.
Pflanzen haben sich im Laufe der Erdgeschichte
an unterschiedliche Lebensräume angepasst
und so eine große Vielfalt entwickelt. Diese Anpassungsvorgänge
verlaufen langsam. Durch rasche
Veränderungen ihrer Umwelt wie Klimawandel
und Zerstörung sterben viele Arten aus.
Wie beständig sind Bäume?
Bäume gehören zu den langlebigsten Organismen der Erde.
Der älteste bekannte Einzelstamm-Baum ist der 5 000 Jahre alte
„Methuselah tree“, eine Westliche Grannen-Kiefer (Pinus longaeva).
Sie wächst in Kalifornien in 3 000 Metern Seehöhe. Auch die
ältesten Bäume Kärntens sind in höheren Lagen zu finden.
Am Berg sind die Sommer kürzer und die Temperaturen insgesamt
niedriger, wodurch das Leben für diese Bäume langsamer
verläuft. Eine Folge ist eine längere Lebensspanne. In den kommenden
Jahrzehnten wird es jedoch auch in den Bergen wärmer
und trockener werden. Ob die Bäume dies überleben, ist ungewiss.
Lebensquelle Licht
Pfl anzen (und manche Bakterien) betreiben Photosynthese: die Umwandlung
von Sonnenenergie in biologisch nutzbare chemische Energie. Sie verwenden
das Kohlendioxid (CO2) der Luft und Wasser (H2O) aus dem Boden, um organische
Substanzen aufzubauen. Dabei wird Sauerstoff (O2) frei und entweicht in die
Atmosphäre. Dieser Prozess war entscheidend für die Evolution des Lebens auf
der Erde. Die meisten Lebewesen – nicht zuletzt wir Menschen – benötigen
Sauerstoff , um zu leben.
Natürliche Ökosysteme
Naturwaldreservate sind Lebensräume ohne land- und
forstwirtschaftliche Nutzung. In diesen Wäldern können
Lebenskreisläufe und Verfallsprozesse natürlich ablaufen.
Dabei verjüngt sich beispielsweise der Baumbestand und
Totholz wird abgebaut. Die Waldeigentümer:innen werden
vom Bund für die wirtschaftlichen Einbußen entschädigt.
Das Programm leistet nicht nur einen Beitrag zu größerer
Artenvielfalt. Es liefert auch ökologisches Grundwissen, das
wiederum der Bewirtschaftung von Wäldern zugutekommt.
Schutz der Pflanzenvielfalt
Botanische Gärten tragen auf umfassende Weise zu Artenschutz
und Artenvielfalt bei. Schützenswerte Pfl anzen werden
in Beeten oder Töpfen in Kultur genommen und somit erhalten.
Ausgewählte heimische Arten werden gezielt gesammelt, im
Garten vermehrt und dann in die Natur zurückgebracht.
Lebensquelle Wasser
Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Über den weiten
Flächen der Meere verdunsten große Mengen des Wassers.
Infolge des menschengemachten Klimawandels steigen
die Temperaturen und mit ihnen die Verdunstung. Mit jedem
Grad Celsius kann die Luft bis zu 7 % mehr Feuchtigkeit
aufnehmen und damit mehr Wasser während Starkniederschlägen
ausfällen. Begradigte Flüsse wie die Drau
leiten das Wasser schneller ab, können aber keine Hochwasserspitzen
abmildern oder puff ern. Renaturierungen
von Gewässern und die Schaff ung von Überfl utungsgebieten
sind ein wichtiger Schritt, um Hochwasserschutz
unter ökologischen Aspekten auszubauen.