Den Tieren hinterher
In Kärnten leben 25 Fledermausarten und alle sind streng geschützt. Sie sind durch den Verlust ihrer Lebensräume und ihrer Nahrungsquellen bedroht. Fledermäuse sind ökologisch äußerst wertvoll.
Fledermäuse
In Kärnten leben 25 Fledermausarten und alle
sind streng geschützt. Sie sind durch den Verlust
ihrer Lebensräume und ihrer Nahrungsquellen bedroht.
Fledermäuse sind ökologisch äußerst wertvoll.
Mit ihren hochentwickelten Sinnen jagen sie im
nächtlichen Luftraum und regulieren dabei den
Insektenbestand. Sie überwintern in Höhlen, Kellern,
Felsspalten und auch in diesem Stollen. Der Winterschlaf
hilft ihnen, das Fehlen von Nahrung zu überleben.
Die hohe Luftfeuchtigkeit und die gleichbleibende
Temperatur in den Winterquartieren schützen
sie vor dem Austrocknen und dem Erfrieren.
Leben in Dunkelheit
Wie Höhlen sind auch Stollen ein Lebensraum
für Tiere. Diese leben darin unter extremen Bedingungen,
in völliger Dunkelheit und bei hoher Luftfeuchtigkeit.
Die Temperaturen bleiben fast das
ganze Jahr über gleich. In unserem Stollen sind das
8 bis 12 Grad Celsius. Nahrung ist Mangelware
und wird vor allem mit Wasser eingeschwemmt.
So gelangen beispielsweise Pflanzenreste, Pilze,
mikroskopisch kleine Lebewesen (Mikroorganismen)
oder auch Insekten in die Höhle oder den Stollen.
Schutz des Lebens
Biodiversität ist das Fundament allen Lebens.
Dieses Netzwerk aus Vielfalt sorgt dafür, dass
Ökosysteme stabil bleiben. Es ist die biologische,
aber auch wirtschaftliche Lebensgrundlage des
Menschen. Natur- und Artenschutz sind deshalb
gesetzlich geregelt.
Die Wissenschaftler:innen des Kärnten
Museums arbeiten regional und international an
Schutzprojekten. Umweltveränderungen wirken
sich schließlich über Landesgrenzen hinweg auf
der ganzen Erde aus. Der Erhalt biologischer
Vielfalt sichert auch unser Über.Leben.
Höhlentiere
Manche Tiere verbringen ihr gesamtes Leben
unter der Erde. Außerhalb dieser Lebensräume
können sie kaum überleben. In völliger
Dunkelheit benötigen sie keine Augen und Körperfärbung.
Tast- und Geruchssinn sind besonders
ausgeprägt. Mit langen Beinen und Fühlern
sowie feinen Sinneshaaren erfassen sie
Schwingungen, Luftbewegungen und chemische
Reize wie Gerüche. Ihr Stoffwechsel ist
verringert und ihre Bewegungen langsam.