Mehrsprachigkeit | Sloveniš.Nemschko

Kärnten: Ein zweisprachiges Land

Sloveniš.Nemschko

Kärnten ist seit über tausend Jahren ein zweisprachiges Land. 1900 sprach jede vierte Kärntnerin bzw. jeder vierte Kärntner Slowenisch im Alltag. In der Kärntner Landesverfassung von 2017 wurde diesem Umstand Rechnung getragen. 2011 wurde im Nationalrat beschlossen in 164 Kärntner Orten zweisprachige Ortstafeln aufzustellen. Sie machen die Zweisprachigkeit im öffentlichen Raum sichtbar.

Heute haben wir in Kärnten eine Bachmannpreisträgerin, einen Bischof, einen Burgtheaterdirektor, einen Träger des Großen Österreichischen Staatspreises für Literatur sowie einen Nobelpreisträger die eines eint: sie alle haben Slowenisch als Muttersprache. Zeit sich dieser Sprache anzunähern. Am besten mit einem Sprachkurs vom UNIKUM, eingespielt von Emil Krištof, Zara und Karen Asatrian. „Zdravo! Seit wann?“ lautet die Einstiegsfrage. Die Lautschrift nähert sich mehr den Dialekten als der Schriftsprache an: Doma [dᴐ’ma] heißt dann folgerichtig Daheim [da’ham].

Wer wissen möchte, was einen Slowenen zum Slowenen / eine Slowenin zur Slowenin macht, kann dies an Hand der Filmsequenzen aus „F.A.Q. – Frequently Asked Questions“ von Stefan Hafner erfahren. Mit Witz und Leichtigkeit schärft er den Blick auf das, was wir schon zu kennen glauben und überrascht uns mit völlig Neuem. Der Lyriker Jani Oswald schreibt exklusiv für die Ausstellung ein interaktives „Zweisprachengedicht“. Der Besucher, die Besucherin kann die Textbausteine mit Hilfe einer VR Brille nach Lust und Laune verschieben und so einen neuen Text schaffen.

logo kärnten.museum