Ägypten in Klagenfurt

Die primär von vier Ägyptenreisenden in kurzer Zeit Mitte des 19. Jahrhunderts zusammengetragenen über 400 Aegyptiaca wurden

ÄGYPTENREISEN

Die primär von vier Ägyptenreisenden in kurzer Zeit Mitte des 19. Jahrhunderts zusammengetragenen über 400 Aegyptiaca wurden zunächst dem Geschichtsverein geschenkt und in den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts erstmals inventarisiert. Da die Sammler der meist leicht transportierbaren Objekte auch ihre Eindrücke aus Ägypten mitbrachten, sammelten sie gewissermaßen in Köpfen und Koffern. Mit der aktuellen Ausstellung im Museum für Kärnten und der dazu vorgelegten Begleitpublikation wird die ägyptische Sammlung in Klagenfurt, die über lange Jahre im Depot schlummerte, aus ihrem Dornröschenschlaf wachgeküsst. Ziel ist es, die Geschichte der Sammlung, die im Wesentlichen in den Jahren um 1860 zusammenkam, ihren historischen und internationalen sammmlungsgeschichtlichen Kontext, ihre Bestände und Bedeutung sowie die Sammler, durch die so viele ägyptische Altertümer nach Klagenfurt gelangten, einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Das geschieht in den entsprechenden thematischen Kapiteln, die sich an den Klagenfurter Beständen ausrichten. Vorgestellt werden außerdem Hubert Sattler sowie seine Zeichnungen und Gemälde, die die Erwartungen und Wahrnehmungen europäischer Orientreisender des 19. Jahrhunderts geprägt haben. Erst im Verlauf des 19. Jahrhunderts verloren Ägyptenreisen den Charakter gefährlicher Expeditionen und wandelten sich mit dem fortschreitenden Ausbau des Transportwesens zu einem touristischen Phänomen. Als die bedeutendsten Klagenfurter Sammler in Ägypten unterwegs waren – um die Mitte des 19. Jahrhunderts – waren Reisen nach und in Ägypten allerdings noch beschwerlich und abenteuerlich.

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